Es war ein Samstag Abend.
An Samstag Abenden wie diesen, wenn es warm ist und einem der Wind durch die Haare streift. An Abenden, an denen man sich verzaubern lässt, von sanften Klängen, von der Vollkommenheit, von Sekt und leichtzüngigen Gesprächen. Wenn im Hintergrund die Gläser, zum Prost, auf Gesundheit und Glück, aneinanderklirren.
Klingt toll nicht?
Tja, blöd nur, dass diese Beschreibung absolut nichts mit meinem Geburtstag zu tun hat.
Aber sie klang verlockend.
So für den Moment.
Was tut man an Geburtstagen? Wie feiert man richtig. So mit Niveau und Stil? Im Cocktailkleid? An einem Gartenfest mit Grill und Bier? In einem Klub mit lauter Musik?
Ich habe keine Ahnung.
Am erwähnten Samstag Abend, als ich am besprochen Platz angekommen war, warf es mich aus den Socken. Da waren nicht zehn Leute, auch nicht zwanzig. Es waren viele. Ganz viele mehr.
Die Musik war laut, die Menschenmenge angeheitert. Verschiedenste Personen begrüssten mich stürmisch und zogen mich von Tisch zu Tisch. Immer mehr Händeschütteln, Lachen und Alkohol.
Mein Glas hatte sich von selbst geleert und durch ein Neues ersetzt. Langsam sank der Lautstärke- Pegel. Nein falsch. Er sank nicht mal. Ich hörte es nur nicht mehr in den Ausmassen des Anfanges.
In dem Moment, in dem sich meine Welt zu drehen angefangen hat, merkte ich, wie egal es mir wurde, wie man Geburtstage feiert. Es gibt keine perfekte Location. Es gibt keinen perfekten Klub, kein perfektes Kleid.
Mein Abend wurde jedoch perfektionsnah, als das Schwarz wich, um dem Weiss platz zu machen. Als Bekannte mir gratulierten und mit mir lachten und tanzten. Als die Szenerie sich vereinheitlichte. Als ich mich vergass. Als der ganze Stress mir, wie Schuppen, von den Schultern blätterte, mich frei und leicht fühlen liess und dies alles in den Hintergrund trat, als ich Mister X erblickte.
Mister X, die einzige Person, die wusste, dass ich nicht Geburtstag hatte.
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